Fütterung & Gesundheit: So bleiben deine Garnelen fit
Share
In der Natur sind Zwerggarnelen den ganzen Tag mit der Nahrungssuche beschäftigt. Sie sind die „Resteverwerter“ des Gewässers, was die Fütterung im Aquarium eigentlich sehr unkompliziert macht.
Was fressen Zwerggarnelen eigentlich?
Garnelen sind Allesfresser, aber ihre Hauptnahrung besteht aus kleinsten Partikeln.
Algen & Biofilm: Das ist ihre natürliche Hauptnahrungsquelle. Garnelen weiden ununterbrochen Steine, Wurzeln und Scheiben nach feinen Algenbelägen und Bakterienfilmen ab.
Spezialfutter: Es gibt tolles Garnelenfutter in Form von Sticks, Granulat oder Pads. Dieses enthält oft wichtige Mineralien und Vitamine.
Das "Superfood" Laub: Getrocknete Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter, braunes Eichen- oder Buchenlaub) gehören in jedes Garnelenbecken. Sie dienen als Dauerfutterstelle, da sich auf ihnen wertvolle Mikroorganismen bilden, und geben gleichzeitig gesundheitsfördernde Stoffe (Huminstoffe) an das Wasser ab.
Wie erkenne ich, ob meine Garnele krank ist?
Garnelen sind meisterhaft darin, Probleme zu verstecken, aber wer genau hinsieht, erkennt Warnsignale:
Inaktivität: Wenn die sonst so quirligen Tiere nur noch lethargisch an einer Stelle sitzen und nicht mehr mit den Beinchen nach Futter suchen („fächeln“), stimmt etwas nicht.
Farbverlust: Ein plötzliches Verblassen der Farbe (die Garnele wirkt „milchig“ oder glasig) kann auf Stress oder eine bakterielle Infektion hindeuten.
Fluchtreflexe: Wenn Garnelen unkontrolliert durch das Becken schießen oder versuchen, aus dem Wasser zu klettern, deutet das oft auf ein Problem mit den Wasserwerten hin.
Warum sterben meine Garnelen kurz nach dem Einsetzen?
Das ist der größte Schreckmoment für jeden Käufer. Meistens liegt es nicht an einer Krankheit, sondern am sogenannten Umsetzschock.
Falsche Eingewöhnung: Garnelen reagieren empfindlich auf plötzliche Änderungen des osmotischen Drucks (andere Wasserhärte/pH-Wert). Wer die Tüte einfach aufschneidet und die Tiere ins Becken kippt, riskiert ihr Leben.
Die Lösung: Die Tröpfchenmethode. Man lässt über 1–2 Stunden ganz langsam Aquarienwasser in das Transportwasser tropfen, bis sich die Werte angeglichen haben.
Neue Pflanzen: Vorsicht bei frisch gekauften Pflanzen aus dem Handel! Diese sind oft mit Pestiziden behandelt, die für Garnelen hochgiftig sind. Neue Pflanzen sollten immer erst einige Tage gewässert werden, bevor sie zu den Garnelen kommen. Ausnahme: In-Vitro Pflanzen - Das sind im Labor gezüchtete Pflanzen, welche frei von Pestiziden und Keimen sind. Diese Pflanzen sind optimal für das Garnelenbecken geeignet und können deshalb direkt eingesetzt werden.
Suchst du noch nach der perfekten Nahrung für deine Tiere? Hier kannst du artgerechtes und deinen Aquariumbewohnern alle wichtigen Nährstoffe und Mineralien bieten.