Kann ich Caridina mit Neocaridina zusammenhalten?
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Eine der häufigsten Fragen in der Aquaristik lautet: „Darf ich meine bunten Neocaridina (wie Bloody Mary oder Blue Jelly) mit Caridina-Arten (wie Bee Shrimps) vergesellschaften?“
Die Antwort ist: Ja, es ist möglich – aber es gibt ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit beide Arten glücklich werden. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie die Wohngemeinschaft im Aquarium funktioniert.
Die gute Nachricht: Keine Kreuzungsgefahr
Einer der wichtigsten Punkte vorab: Caridina und Neocaridina kreuzen sich nicht. Du musst also keine Angst vor farblosen Hybrid-Garnelen haben. Da es sich um zwei verschiedene Gattungen handelt, bleibt der Nachwuchs der Red Sakura immer eine Neocaridina und der Nachwuchs der Crystal Red immer eine Caridina.
Die Herausforderung: Die Wasserwerte
Der Knackpunkt bei der gemeinsamen Haltung sind die Ansprüche an das Wasser. Wie wir in unseren anderen Blogbeiträgen bereits gelernt haben:
- Neocaridina sind sehr tolerant und kommen mit fast jedem Wasser (auch hartem Leitungswasser) zurecht.
- Caridina benötigen meist weiches, saures Wasser (Osmosewasser + Soil).
Der „Weichwasser-Kompromiss“
Damit die Vergesellschaftung klappt, musst du dich nach der empfindlicheren Art richten – also nach den Caridina.
Da Neocaridina sehr anpassungsfähig sind, können sie problemlos in dem weichen Wasser leben, das für Bienengarnelen und Co. notwendig ist. Umgekehrt funktioniert es jedoch meist nicht: Caridina in hartem Neocaridina-Wasser führen fast immer zu Ausfällen.
Was du bei der gemeinsamen Haltung beachten solltest
1. Die Dominanz der Neocaridina
Neocaridina vermehren sich unter guten Bedingungen deutlich schneller als Caridina. In einem gemischten Becken kann es passieren, dass die Neocaridina die Überhand gewinnen und die Caridina buchstäblich „an die Wand vermehren“. Tipp: Achte auf eine ausgewogene Fütterung und greife eventuell ein, wenn eine Population zu groß wird.
2. Ausreichend Platz und Verstecke
Auch wenn Garnelen friedlich sind, bedeutet mehr Besatz auch mehr Stress. Sorge für viele feinfiedrige Pflanzen wie Moose oder Süßwassertang, damit sich beide Arten nach der Häutung zurückziehen können.
3. Fütterung
Beide Arten haben ähnliche Fressgewohnheiten. Dennoch fressen Neocaridina oft etwas gieriger. Verteile das Futter (z. B. Staubfutter oder kleine Pellets) an verschiedenen Stellen im Aquarium, damit auch die zurückhaltenderen Caridina genug abbekommen.
Welche Kombinationen funktionieren am besten?
Ein Klassiker für den Einstieg ist die Vergesellschaftung von Tigergarnelen (Caridina) mit beliebigen Neocaridina. Da Tigergarnelen etwas robuster sind als Bienen, verzeihen sie kleine Schwankungen eher.
Wer es farbenfroh mag, kann auch Red Bee Garnelen mit Blue Dream Garnelen (Neocaridina) zusammenhalten. Der Kontrast zwischen Rot-Weiß und Dunkelblau sieht im Aquarium fantastisch aus!
Fazit: Es kommt auf das Wasser an
Die gemeinsame Haltung von Caridina und Neocaridina ist eine tolle Möglichkeit, Vielfalt in dein Aquarium zu bringen. Solange du dich für ein Weichwasser-Setup (Osmosewasser, Soil, Mineralien) entscheidest, werden sich beide Gattungen bei dir wohlfühlen.
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