Wasserwerte & Pflege: So einfach ist die Garnelenhaltung
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Wer denkt, dass man für Garnelen ein Chemie-Labor im Keller braucht, liegt falsch! Die meisten Arten sind sehr anpassungsfähig. Hier erfährst du, wie du das Thema Wasser entspannt angehen kannst.
Neocaridina: Die entspannte Lösung mit Leitungswasser
Die gute Nachricht zuerst: Wenn du dich für Neocaridina (wie Bloody Mary, Blue Dream oder Yellow Fire oder andere) entscheidest, kannst du sie in der Regel völlig problemlos in normalem Leitungswasser halten.
- Robust & Unkompliziert: Diese Garnelen kommen wunderbar mit dem Wasser zurecht, das bei uns aus dem Hahn kommt.
- Hartes Wasser? Kein Problem! Selbst wenn dein Wasser sehr kalkhaltig (hart) ist, stört das die Neocaridinas nicht. Im Gegenteil: Sie nutzen die Mineralien im Wasser sogar für ihren Panzeraufbau.
Caridina: Die Spezialisten für Osmosewasser
Wenn du dich später für die etwas anspruchsvolleren Caridina (wie Bienengarnelen oder Tigergarnelen) entscheidest, sieht es etwas anders aus. Diese Arten stammen aus sehr weichen Biotopen.
- Osmosewasser ist Pflicht: Für Caridina-Arten nutzt man in der Regel eine Umkehrosmoseanlage. Das so gewonnene reine Wasser wird dann mit speziellem Mineralsalz auf die perfekten Werte für diese Arten eingestellt ("aufgesalzen"). Das klingt komplizierter als es ist, sorgt aber bei diesen Spezialisten für den langfristigen Erfolg.
Wie oft und wie viel Wasser wechseln?
Garnelen lieben Beständigkeit. Du musst nicht jeden Tag am Becken arbeiten.
- Der wöchentliche Check: Ein kleiner Wasserwechsel von etwa 20 % alle paar Wochen reicht völlig aus, um das System frisch zu halten.
- Einfach und schnell: Das frische Wasser sollte einfach in etwa die Zimmertemperatur haben, damit die kleinen Bewohner keinen Kälteschock bekommen. Dann vorsichtig eingießen – fertig!
Der faszinierende Häutungsprozess
Garnelen wachsen ein Leben lang. Da ihr Panzer aber nicht mitwächst, streifen sie ihn regelmäßig ab – wie eine zu eng gewordene Ritterrüstung.
- Keine Sorge bei "Geistergarnelen": Wenn du eine durchsichtige, leere Hülle im Becken findest, ist das keine tote Garnele, sondern die alte Haut (Exuvie).
- Recycling im Aquarium: Lass diese Hüllen ruhig im Wasser liegen. Die Garnelen fressen sie oft auf, um die wertvollen Baustoffe für ihren neuen, eigenen Panzer wieder aufzunehmen. Natur pur!