Zucht & Nachwuchs – So wächst dein Stamm
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Wenn sich die ersten Garnelen-Babys im Moos verstecken, ist das für jeden Aquarianer ein Erfolgserlebnis. Hier sind die Antworten auf die brennendsten Fragen zur Zucht:
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen?
Bei ausgewachsenen Tieren ist das gar nicht so schwer:
Die Weibchen: Sie sind meistens kräftiger gefärbt, deutlich bulliger gebaut und haben einen heruntergezogenen „Bauchpanzer“ (um die Eier zu schützen). Ein sicheres Zeichen ist der Nackenfleck (der Eiansatz im Nacken).
Die Männchen: Sie sind schlanker, oft etwas blasser und wirken insgesamt kleiner und flinker.
Was muss ich tun, damit meine Garnelen Babys bekommen?
Eigentlich musst du nur für Wohlfühlatmosphäre sorgen. Wenn die Wasserwerte stabil sind und genug Futter vorhanden ist, passiert der Rest von allein:
- Häutung: Das Weibchen häutet sich und gibt Lockstoffe ab.
- Paarungsschwimmen: Die Männchen schwimmen wie wild durch das Becken, um das Weibchen zu finden.
- Eier tragen: Das Weibchen trägt die befruchteten Eier ca. 3–4 Wochen unter dem Hinterleib und fächelt ihnen ständig frisches Wasser zu.
- Schlupf: Nach dieser Zeit entlässt sie fertig entwickelte, ca. 1–2 mm kleine Mini-Garnelen.
Muss ich die Baby-Garnelen vor den Eltern schützen?
Nein, das ist nicht nötig. Zwerggarnelen sind keine Kannibalen. Die Elterntiere stellen ihrem eigenen Nachwuchs nicht nach.
Wichtig: Wenn du Fische im Becken hast, brauchen die Babys extrem feine Verstecke (wie Moos oder dichte Pflanzen), da sie für Fische wie lebendes Plankton wirken.
Futter für die Kleinen: Damit möglichst viele Babys groß werden, hilft spezielles Staubfutter. Da die Kleinen in den ersten Tagen sehr sesshaft sind, kommt das Futter so direkt zu ihnen, egal wo sie im Moos sitzen.